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Das muss man kennen: Traditionelles Frühstück im 1. Bezirk

**Wir bitten um Verständnis, dass Öffnungszeiten und Angebot der einzelnen Cafés und Lokale wegen der Corona Maßnahmen aktuell nicht immer zu hundert Prozent stimmen. Bitte schaut zur Sicherheit immer auch auf die Kanäle der Cafés und haltet euch in erster Linie immer an die aktuellen Maßnahmen. Gemeinsam stehen wir Corona durch!

Wir haben in einem früheren Blogbeitrag schon einmal 9 beliebte Frühstückscafés im 1. Wiener Gemeindebezirk vorgestellt. Dabei ist uns wieder aufgefallen, wie vielfältig nicht nur diese wunderbare Stadt, sondern auch jeder einzelne Bezirk ist. Und gerade im 1. Bezirk gibt es eine riesige Auswahl an Frühstücksmöglichkeiten. Für Hipster genauso wie für traditionsbewusste Coffeeifestyler. Und weil hip und traditionell kein Widerspruch sind, präsentieren wir hier noch einmal neun Frühstückslokale in 1010 Wien, diesmal aber jene mit einem besonders guten traditionellen Frühstück.


Café Korb

Den Künstlern unter den Coffeelifestylern ist das Café Korb bestimmt ein Begriff. Für seine Lesungen, seine musikalischen Darbietungen, für seine philosophischen Runden. Und natürlich wegen der Inhaberin, Susanne Widl, einer Ikone der 70er und 80er Jahre, die bis heute nichts an Glanz eingebüßt hat. Wer sie nicht kennt, sollte nicht nur des Frühstücks wegen, sondern auch wegen der Besitzerin selbst unbedingt mal hinschauen. Und das Ambiente hält ebenso, was die Lebensgeschichte dieser Frau verspricht. Das Frühstück ist absolut traditionell ohne jeden Schnickschnack und somit perfekt für Entscheidungsfaule: Wiener Frühstück gibt es mit oder ohne Ei. Naja, ein paar Extras kann man dann schon noch dazu wählen, aber vom Avocado-Mash bleibt ihr hier auf jeden Fall verschont, versprochen! Während des Lockdowns ist das Café Korb leider geschlossen.

Café Korb
Brandstätte 9, 1010 Wien
Montag – Samstag: 8:00 – 23:00 Uhr
Sonn- & Feiertag: 10:00 – 23:00 Uhr

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Café Landtmann

Das Café Landtmann behauptet ja selbst “Wiens elegantestes Kaffeehaus” zu sein. Dem wollen wir mal nicht widersprechen. Wir sind sowieso mehr am Frühstück als an der Eleganz interessiert und empfehlen das Landtmann alljenen, die in 1010 gerne traditionell frühstücken gehen wollen. Die umfangreiche Kaffeekarte hat all die tollen Namen drauf, die man nur in Wien findet und oftmals nicht mal hier kennt wie den “überstürzten Neumann” oder den “French Press”. Die Frühstücksvariationen sind allesamt sehr traditionell, aber die Auswahl ist großartig. Eine Gulaschsuppe oder ein kleines Beef Tartar für Freunde von Deftigem, Palatschinken mit Staud’s Marmelade für den Süßgusto. Natürlich ist das Landtmann nicht umsonst für seine Torten und Mehlspeisen bis über die Stadt- und Landesgrenzen hinweg bekannt. Es lohnt sich also auf jeden Fall, noch Platz für die Leckereien aus dem Backrohr zu lassen! Während des Lockdowns hat das Landtmann zwar zu, die Torten kann man aber mit Lieferung nach Hause bestellen. An ausgewählten Tagen gibt es auf der Terrasse ein Take-away-Angebot für Heißgetränke und Patisserie.

Café Landtmann
Universitätsring 4, 1010 Wien
Montag – Sonntag: 7:30 – 22:30 Uhr

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Café Central

Seit 1876 treffen sich Philosophen, Dichter und Gelehrte im Palais Ferstel zu Kaffee und Kuchen und zum Zeitunglesen. Gut, heutzutage besuchen hauptsächlich Touristen das Prunkcafé und man muss auch schon mal anstehen um eingelassen zu werden. Das tut aber dem wunderschönen Ambiente des Café Central keinen Abbruch. Beim Frühstück kann man es entweder ganz bescheiden angehen lassen mit einem “italienischen Frühstück” bestehend aus Cappuccino und Croissant oder man haut so richtig auf den Putz und gönnt sich das “kaiserliche Frühstück”. Da startet man mit einem Glas Sekt, genießt dazu den Räucherlachs mit Orangen-Senfsauce und arbeitet sich durch Frühstücksei und Croissant hin zum hausgemachten Müsli, das hier übrigens auch wirklich noch Müsli heißt und nicht Granola oder so. Traditionelles Frühstück im 1. Bezirk eben. Auch die Kaffeekarte liest sich wie eine Romantikgeschichte aus vergangenen Tagen. Während des Lockdowns muss das Café Central leider geschlossen bleiben.

Café Central
Ecke Herrengasse / Strauchgasse, 1010 Wien
Montag – Samstag: 8:30 – 20:00 Uhr
Sonn- & Feiertag: 10:00 – 20:00 Uhr

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Café Diglas im Schottenstift

Beginnen wir einmal beim Kaffee: Der stammt aus der eigenen Rösterei und ist wunderbar in allen bekannten und unbekannten Wiener Variationen erhältlich. Weiter zu den Mehlspeisen: Diese werden allmorgendlich frisch von der 140 Jahre alten Diglas-Backstube am Fleischmarkt geliefert. Das waren einmal die zwei wichtigsten Highlights vorab. Denn Kaffee und Kuchen mit Schlagobers oder Vanillesauce retten jeden Tag. Jetzt aber weiter zum Frühstück, denn auch wenn es nur fünf verschiedene Frühstückkombos auf der Karte gibt, kommt jeder auf seine Kosten. Wir persönlich sind ja große Fans des Schottenstift-Frühstücks mit dem Nusskipferl. Im Sommer lässt es sich besonders schön auf der Terrasse im Schatten der hohen Bäumen frühstücken. Nur während des Lockdowns ist hier leider nichts los.

Café Diglas im Schottenstift
Schottengasse 2, 1010 Wien
Montag -Freitag: 7:30 – 22:00 Uhr
Samstag – Sonntag: 8:30 – 20:00 Uhr


Café Schwarzenberg

Wiens ältestes Ringstraßencafé solltet ihr nicht nur wegen seiner Geschichte besuchen, obwohl die bis ins Jahr 1861 zurückreicht und von den ersten Frauen berichten kann, die überhaupt in ein Café gehen durften und auch nur dann bedient wurden, wenn sie in Begleitung eines Mannes waren. Frühstücken darf dort heute natürlich jeder, ob Frau oder Mann, ob alt oder jung und ganz egal ob man lieber allein die internationalen Zeitungen studieren oder in fröhlicher Begleitung in den Tag starten will. Entweder wählt man eine der vier traditionellen Kombinationen oder man stellt sich sein Frühstück aus den herrlichen kalten und warmen à la carte Gerichten einfach selbst zusammen. Dabei dürfen im Café Schwarzenberg neben all den Wiener Klassikern auch internationale Einflüsse wie Pancakes oder der Green Smoothie nicht auf der Karte fehlen. Übrigens: Im Schwarzenberg wird viel Wert auf Nachhaltigkeit und Bio gelegt. Bio-Eier und fair-trade Kaffee sind eine Selbstverständlichkeit. Während des Lockdowns hat das Café Schwarzenberg leider geschlossen.

Café Schwarzenberg
Kärntner Ring 17, 1010 Wien
Montag – Freitag: 7:30 – 23:00 Uhr
Samstag & Sonntag: 8:30 – 23:00 Uhr


Café Frauenhuber

Es geht noch älter. Das Frauenhuber ist nach eigenen Angaben das älteste Kaffeehaus Wiens. Bereits 1824 fand das Café in der Himmelpfortgasse in 1010 das erste Mal Erwähnung. Auch heute sitzt man noch stilgerecht auf gemütlichen, rot-gepolsterten Sesseln an den typischen, kleinen Kaffeehaustischen. Zum Frühstück bietet das Frauenhuber elf verschiedene Arrangements an und eine gaaaaaanz lange Liste an Extras und á la carte Gerichten. Wenn schon, denn schon, darum empfehlen wir das Beef Tartar-Frühstück und vielleicht ein Glas Sekt dazu. Die Kaffeekarte entspricht den Erwartungen an ein Traditionshaus dieser Klasse, die Bohnen selbst stammen – wie könnte es anders sein – aus der Rösterei Julius Meinl. Aber auch die kühlen Sommer-Drinks sind perfekte Begleiter zu den hausgemachten Mehlspeisen oder dem verführerisch duftenden Kaiserschmarren. Leider hat das Frauenhuber während des Lockdowns geschlossen.

Café Frauenhuber
Himmelpfortgasse 6, 1010 Wien
Montag –Samstag: 8:00 – 20:00 Uhr

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Café Prückel

Ob nun das Prückel schon vor dem Frauenhuber da war, können wir nicht mit Sicherheit sagen, denn bis 1820 erinnern wir uns nicht zurück. Fakt ist jedoch, dass auch das Café Prückel – ein wunderbares Ringstraßen-Café – jede Menge Geschichte am Buckel und Kunst und Kultur im Keller hat. Unter dem Prückel wurde 2007 nämlich das Souterrain-Theater mit dem Namen KiP (Kunst im Prückel) wiedereröffnet. Aber kommen wir zurück zum Thema. Bis 14 Uhr kann man am Stubenring sein traditionelles Wiener Frühstück genießen – und mit einigen ebenfalls sehr klassischen Extras aufpeppen. Dazu probiert man am besten den Original Prückel Creme, einen kleinen Espresso mit Schlagobers. Das Interieur ist absolut stimmig. Stilgerechte Möbel aber gemütlich und heller, als man vielleicht erwarten würde. Übrigens ist das Prückel – wie früher üblich für Ringstraßen-Cafés – auch heute noch in U-Form an drei Seiten des Gebäudes angelegt. Während des Lockdowns kocht das Prückel weiterhin für euch. Allerdings stehen nur sein Mittagsteller und seine Mehlspeisen täglich von 11:00 – 14:00 Uhr zur Abholung bereit.

Café Prückel
Stubenring 24, 1010 Wien
Montag – Sonntag: 8:30 – 22:00 Uhr

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Café Museum

Ein eleganter Ober serviert euch den duftenden Julius-Meinl-Kaffee und eine der feinen Torten, die ihr schon aus dem Landtmann kennt. Das Café Museum ist nämlich Teil der Familie Querfeld-Gastronomie, die auch das Landtmann betreibt. Die Frühstückskarte liest sich aber schon anders, deshalb ist es auf jeden Fall einen Besuch wert. Besonders überzeugen können uns die angebotenen Eiergerichte wie die Trüffelblunzeneierspeis oder die Cocktailtomateneierspeis. Das dazu gereichte Brot stammt aus der Bäckerei Öfferl. Wer lieber beim Brioche mit Marmelade bleibt, wird natürlich genauso fündig. Übrigens ist das Interieur des Café Museum eine wundervolle Mischung aus Tradition und Moderne, mit frischem Dekor und stilgerechten Kaffeehaustischen. Im Lockdown könnt ihr den online Shop vom Café Landmann nutzen. Das Café Museum bleibt geschlossen.

Café Museum
Operngasse 7, 1010 Wien
Montag – Sonntag: 9:00 – 18:00 Uhr

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Kaffee Alt Wien

Das Kaffee Alt Wien war das erste Kaffeehaus von Josephine und Leopold Hawelka, die allen WienerInnen und Wien-LiebhaberInnen aufgrund des gleichnamigen Lokals in der Dorotheergasse bestimmt ein Begriff sind. Seit 1939 ist es jedoch schon ein Familienbetrieb. Die langen Öffnungszeiten und die mit Plakaten behängten Wände, vielleicht auch das schummrige Licht, lassen einen immer ein bisschen zweifeln, ob man gerade in einem Café oder doch eher in einem Beisel sitzt. Macht aber nichts, denn beides finden wir zum Frühstücken ganz sympathisch. Und wenn es tatsächlich mal ein Katerfrühstück sein darf, dann bietet sich das original Alt Wien Gulasch mit einem kleinen Bier vorzüglich dafür an. Das schrullige Lokal ist gemütlich und schlicht und stellt daher einen guten Kontrast zu den oben vorgestellten Ringstraßen-Cafés dar. Wer also Wiener Gemütlichkeit und ein traditionelles Frühstück ohne viel Plingpling im 1. Bezirk sucht, ist im Kaffee Alt Wien bestens aufgehoben. Während des Lockdowns hat das Kaffee Alt Wien to-go Möglichkeiten geschaffen für das heiß geliebte Gulasch und die Schnitzelsemmel, sowie für Kaffee, Spritzer und Glühwein. Außerdem steht Mjam als Lieferpartner für die Mittagsteller zur Auswahl.

Kaffee Alt Wien
Bäckerstraße 9, 1010 Wien
Montag – Donnerstag: 9:00 – 0:00 Uhr
Freitag – Samstag: 9:00 – 1:00 Uhr
Sonntag: 9:00 – 0:00 Uhr

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