fbpx

Eine Tarte wie aus der Konditorei: 5 Tipps für die perfekte Tarte

**Corona Statement am Ende des Artikels


von Lena Schmidlechner – Ein entspanntes Wochenende daheim kann der optimale Ausgleich zu einem anstrengend Arbeits-, oder Uni-Alltag sein. Runterzukommen und sich Zeit für sich und seine Lieben zu nehmen ist genauso wichtig, wie rauszukommen und neue Abenteuer zu erleben – auf die Balance kommt es eben an! Und daheim zu bleiben heißt noch lange nicht, sich zu langweilen. Eine unserer Lieblingsbeschäftigungen an einem ruhigen Wochenende ist es, etwas Leckeres zu backen. Nachdem im letzten Jahr vor allem Bananenbrot der Star der heimischen Back-Show war, haben wir uns eine neue Back-Herausforderung in den Kopf gesetzt: eine Tarte!


Tartes sind so vielseitig und wandelbar wie ein Gebäck nur sein kann, schließlich könnt ihr sie mit jeglicher Füllung kombinieren, die euch in den Sinn kommt. Die Basis bildet aber immer der Tarteboden. Und diesen gut hinzubekommen, kann ganz schön schwierig sein. Aber keine Sorge, wir lassen euch mit diesem Problem natürlich nicht allein! Damit ihr in Zukunft immer die perfekte Tarte zaubern könnt, haben wir mit der Konditor-Meisterin Alexandra Gaggl von AlexArts in der Lilienbrunngasse gesprochen und sie war so freundlich, uns ihre Top 5 Tipps für einen Tarteboden zu geben, der jedes Mal gelingt! Und natürlich haben wir Alex für diejenigen unter euch, denen es jetzt schon in den Kochlöffeln juckt, um ein Rezept gebeten.


1. Auf die Zutaten kommt es an.

Backen braucht viel Liebe. Das gilt nicht nur für das Mixen, Kneten und Formen des Gebäcks – auch die Zutaten sollten aus liebevoller Herstellung stammen. Das Maß an Qualität von Butter, Mehl, Eiern und Zucker schmeckt man beim fertigen Produkt. Deshalb setzt Alex bei ihren Kreationen immer auf regionale, saisonale und qualitativ hochwertige Zutaten.

Beerentarte

Bild | © AlexArts


2. Küchenmaschine oder Mixer verwenden.

Die Butter ist es, die die flockige, dekadente Konsistenz einer perfekten Tarte ausmacht. Allerdings ist sie bei Weitem keine unkomplizierte Zutat. Wird das Fett in der Butter nämlich warm, verliert es seine Bindekraft und der Teig wird rissig (oder, wie Alex es im Konditorinnen-Sprech nennt, „brandig“). Brandiger Teig lässt sich wiederum nur schwer ausrollen und das fertige Gebäck ist oft zu hart – also nicht, was man sich von einer Tarte wünscht. Alex empfiehlt daher, statt den Händen (die durch die körpereigene Temperatur das Butterfett zu sehr erwärmen) eine Küchenmaschine oder einen Mixer zu verwenden. Ein zusätzlicher Tipp ist außerdem, den Aufsatz des Mixers und sogar die Schüssel selbst vor der Zubereitung eine Zeit lang in den Kühlschrank oder Tiefkühler zu legen, damit sie richtig schön kalt sind, wenn es dann ans Eingemachte geht.

View this post on Instagram

A post shared by AlexArts (@alexarts.cakes)


3. Auch ein Teig braucht mal eine Auszeit – achtet auf die Teigruhe!

Tartelette Pecan

Bild | © AlexArts

Oma hat es schon gesagt, und auch Alex wiederholt die alte Mürbteig-Regel: Ein Teig muss ruhen! Durch die Ruhezeit und die niedrigeren Temperaturen im Kühlschrank kann sich die Struktur im Teig verfestigen, wodurch er sich später dann auch besser ausrollen lässt. Alex empfiehlt als absolutes Minimum an Ruhezeit 30 Minuten, Mürbteig kann aber auch über Nacht und insgesamt bis zu 2 Tage im Kühlschrank halten. Nachdem sowieso Wochenende ist, haben wir ja alle keinen Stress! Die Wartezeit könntet ihr auch gut für eine andere Beschäftigung nutzen – wie wäre es zum Beispiel mit einem Coffeewalk?


4.Backt den Teig immer gut durch.

Alex achtet bei ihren Tartes außerdem immer mit Sorgfalt darauf, dass sie genau das richtige Maß an Zeit im Ofen verbringen. Nur dann, so sagt sie, ist der Mürbteig knusprig und hat den klassisch buttrig-süßen Geschmack, der uns alle in unsere Kindheit zurückversetzt. Sowohl die Backtemperatur (zwischen 180 und 200 Grad Celsius), als auch die Zeit hängen von verschiedenen Faktoren ab – zum Beispiel der Gebäckart, eventuellen Füllungen und Belegen. Eine richtige Wissenschaft also!

View this post on Instagram

A post shared by AlexArts (@alexarts.cakes)


5. Vergesst niemals das Salz!

Und wieder bezieht sich Alex auf eine alte Weisheit: die Wichtigkeit von Salz. Ja, auch in süßen Speisen. Laut ihr ist es überhaupt das wichtigste Gewürz, weil es alle anderen Aromen zusätzlich unterstützt und ihnen mehr Tiefe gibt. Bei ihren eigenen Backwaren legt Alex auch hier Wert auf Naturbelassenheit – also Salz, das möglichst frei von Rieselhilfen und zugesetztem Jod ist. In diesem Sinne schließt sich hier auch der Kreis zu ihrem ersten Tipp: nur die besten Zutaten sind erlaubt, wenn man eine Weltklasse Tarte zaubern will! Für Mürbteig empfiehlt sie, feines Meer-, oder Steinsalz zu verwenden.

Tartelette Beere

Bild | © AlexArts

Das sind also die Tipps und Tricks, mit denen eine richtige Konditor-Meisterin ihre Tartes unwiderstehlich macht! Hört sich doch gar nicht so kompliziert an, nicht wahr? Wenn es euch wie uns geht und ihr am liebsten gleich den Handmixer schwingen würdet, dann haben wir von der lieben Alex auch gleich noch ein Rezept für euch parat:

Mürbteig für eine Form von 28 cm Durchmesser

Zutaten:

300g Weizenmahl (T700, glatt)
100g Staubzucker
4g Salz
200g kühlschrankkalte Butter
20g Eidotter (etwa ein Eidotter von einem Ei mit der Größe M)

Zubereitung:

Mehl, Staubzucker und Salz (niemals das Salz vergessen!) in die Schüssel der Küchenmaschine oder eine ausreichend große Schüssel geben. Die kühlschrankkalte Butter klein schneiden und dazugeben.

Mit dem Flachrührer der Küchenmaschine, oder dem Knethaken des Mixers, so lange rühren, bis die Masse sandig-krümelig wird. Sobald größere Teigstücke entstehen den Eidotter zugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und mit den Händen rasch zu einer Kugel formen. In Frischhaltefolie einwickeln und für mindestens (!) 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.

Den Teig auf der Arbeitsfläche zu etwa 5mm Dicke ausrollen und eine Tarteform mit Hebeboden damit auslegen (sowohl den Boden als auch den Rand).

Die ausgelegte Form für eine Stunde in den Tiefkühler stellen. Anschließend die Form mit dem Teig nochmals mit Alufolie auslegen.

Auf mittlerer Schiene in einem, auf 180 Grad Celsius vorgeheizten, Backofen bei Umluft für 20 Minuten backen. Dann die Alufolie vom Teig entfernen und weitere 15 Minuten backen.

Der Mürbteigboden sollte jetzt fest und von goldbrauner Farbe sein. Den gebackenen Mürbteigboden in der Form vollständig auskühlen lassen.

Anschließend kann die Tarte ganz nach eurem Belieben gefüllt werden!

Tartelette Pecan

Bild | © AlexArts

Mögliche Füllungen:

  • Schokoladenganache
  • Vanillecreme und Beeren
  • Zitronencreme
  • Frangipane und Früchte der Saison

Weitere Tipps:

Der Teig eignet sich auch für ausgestochene Butterkekse. Alex empfiehlt hier, den Mürbteig zusätzlich zu würzen – beispielsweise mit Vanille, Zitronenzeste oder Rum.

Eine mit Mürbteig ausgelegte Form könnt ihr außerdem über längere Zeit im Tiefkühler aufbewahren und bei Bedarf rasch weiterverarbeiten.

Beerentarte

Bild | © AlexArts

Na, ist euch auch schon das Wasser im Mund zusammengelaufen? Also wenn ihr uns fragt, hört sich das doch nach einer verdammt leckeren Tarte an! Wenn ihr das Rezept einmal ausprobiert würden wir uns freuen, ein Foto zu sehen. Markiert uns und AlexArts gerne auf Instagram – wir sind schon ganz gespannt darauf, für welche Füllung ihr euch entscheidet!


Beitragsbild | © Instagram jonasreindlcoffeeroasters


**Wir bitten um Verständnis, dass Öffnungszeiten und Angebot der einzelnen Cafés und Lokale wegen der Corona Maßnahmen aktuell nicht immer zu hundert Prozent stimmen. Bitte schaut zur Sicherheit immer auch auf die Kanäle der Cafés und haltet euch in erster Linie immer an die aktuellen Maßnahmen. Gemeinsam stehen wir Corona durch!