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Home Office – Wie man Privates und Beruf erfolgreich trennt

**Corona Statement am Ende des Artikels


von Laura Schleißheimer – Für den Großteil der Arbeitenden gehört es seit Beginn der Pandemie zum Büroalltag – das Homeoffice. Und auch in Zukunft soll dies vermehrt in die Arbeitswelt integriert werden. Für Viele klingt das Arbeiten von zu Hause aus erst mal nach Entspannung und Zeitersparnis, doch für Einige ist es  eine echte Herausforderung. Ohne gewisse Struktur entpuppt sich das Home Office  sich schnell als Zeitfresser und enormer Stressfaktor, denn die Grenze zwischen Beruf und Privatem verblasst mehr und mehr.


Rituale

Geregelte Aktivitäten des Tages wirken vor allem in Zeiten des tristen Wartens auf das Ende der Pandemie wahre Wunder. Sie signalisieren unserem Körper und Kopf wann wir uns auf Arbeit oder Freizeit einstellen können. Schlüpfen wir beispielsweise vom Pyjama in die Jeans heißt das: So, jetzt wird produktiv gearbeitet. Kochen wir uns Nachmittags entspannt eine Tasse Kaffee und setzen uns auf die Couch: Jetzt ist Pause angesagt, die Arbeit bleibt am Schreibtisch. Kleine, tägliche Rituale helfen uns unsere Gedanken zu sortieren und den Tag klar strukturieren. Dadurch können wir unsere Arbeitszeit produktiver nutzen und die Arbeit klar vom Feierabend trennen.

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Räumliche Trennung

Auch wenn es durchaus verlockend ist, die Mails von der Couch aus zu checken, werden wir uns jedoch langfristig damit schwer tun, den entspannten Filmabend vom Arbeitstag zu trennen. Eine räumliche Trennung von Arbeit und Privatem ist essentiell, um diese auch geistig wahr zu nehmen. Wer Glück hat, hat ein separates Zimmer in der Wohnung, welches man ausschließlich zu Arbeitszwecken verwenden kann. Doch auch wer kein extra Büro zu Hause hat, kann den Schreibtisch an einem bestimmten Ort im Raum platzieren, an welchem sich ausschließlich Arbeitsequipment und Unterlagen befinden. Damit gibt es eine klare Unterscheidung zwischen dem Ort des Arbeitens und dem der Erholung.


Routine

Die neu gewonnene Flexibilität könnt ihr euch im Home Office auch zu nutzen machen! Ihr könnt austesten, zu welcher Uhrzeit ihr maximal konzentriert seid und die Arbeitsphasen auf diese Zeiten legen. Denn ein enormer Vorteil des Home Offices ist es, dass wir uns einen Großteil der Zeit frei einteilen können. Dabei sollte darauf geachtet werden, eine Struktur und Routine in den Arbeitsalltag zu bekommen. Es ist beispielsweise hilfreich, jeden Arbeitstag zu ähnlichen Zeiten zu beginnen und zu beenden und einen geregelten Pausenrhythmus einzuhalten. 


Trennung der Kommunikation

Eine Trennung der Kommunikation ist beispielsweise durch die Verwendung eines Arbeitshandys oder Laptop möglich. Damit seid ihr einerseits während der Arbeit weniger von privaten Nachrichten oder Social Media abgelenkt. Andererseits stellt ihr sicher, dass spät eintrudelnde Mails nicht euren wohlverdienten Feierabend stören.


Bewusste Pausen

Ein wichtiger Teil der geregelten Zeiteinteilung ist auch das Einhalten bewusster Pausen. Der mittägliche, routinierte Gang mit den liebsten KollegInnen in die Kantine oder zur nächsten Bäckerei fehlt und damit auch die klare Start der Mittags- oder Kaffeepause. Macht euch also einen festgelegten Plan für Pausen, verlasst dafür unbedingt den Schreibtisch und nehmt das Essen nicht vor dem Laptop zu euch. Ein Ortswechsel ist wichtig, um den Gedanken eine Pause zu gönnen und nach der Pause wieder motiviert in die Arbeit starten zu können.

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Bewegung

Da sich gerade im Lockdown der Großteils des Lebens in die eigenen vier Wände verlagert, kommt für viele die Bewegung zur kurz. Im Alltagsstress wirkt es manchmal eher wie eine zusätzliche Belastung auf regelmäßige Spaziergänge und Workouts zu achten. Bewegung ist aber nicht nur für unsere körperliche, sondern auch psychische Gesundheit essentiell. Vor den Zeiten des Home Offices gehörte die Fahrt zur Arbeit auf dem Fahrrad oder der kurze Abstecher im Fitnessstudio auf dem Heimweg zur Routine. Die wenigen Schritte vom Bett zum Schreibtisch können da im Homeoffice kaum mithalten. Deshalb ist es jetzt umso wichtiger bewusst Zeit für Sport und Bewegung einzuplanen. Ihr könnt beispielsweise einen morgendlichen Coffeewalk zum nächsten Café in eure neue Morgenroutine einbauen!


Visueller Feierabend

Normalerweise wurde der Feierabend durch das Verlassen des Bürogebäudes und Verabschieden der KollegInnen eingeläutet. Im Homeoffice ist es oft schwierig gedanklich direkt in den Feierabend überzugehen. Es kann helfen, am Ende des Arbeitstages einen Spaziergang oder Coffeewalk zu machen, um Abstand vom Arbeitsplatz zu bekommen. Allerdings erinnern die offenen Unterlagen und Ordner auf dem Schreibtisch schnell wieder an aktuelle Projekte und nahende Deadlines. Wenn euch das Abschalten am Abend schwer fällt, ist es hilfreich die Arbeitsutensilien aufzuräumen und beispielsweise in eine Kiste zu packen. Damit sind sie nicht mehr in eurem Blickfeld und ihr haltet automatisch Ordnung an eurem Arbeitsplatz!


Trennung von Haushalt und Arbeit

Zunächst mag es als großer Bonus wirken sich in den kurzen Pausen oder während eines Telefonats mit KollegInnen um Wäsche, Geschirr und Co. zu kümmern. Allerdings lässt das Erledigen kleiner Hausarbeiten während der Arbeitszeit die Grenze zwischen Privatem und Arbeit vollends verschwimmen. Die Zeit, die ihr am Schreibtisch oder für den Haushalt verwendet lässt sich dadurch schlechter festhalten.as führt letztendlich dazu, dass wir abends länger am Schreibtisch sitzen. Es ist wichtig während des Arbeitstags, Waschmaschine, Geschirrspüler und Co.  beiseite zu lassen. Das steigert die Konzentration und festigt die Struktur der Arbeitsroutine.


Neue Morgenroutine

Der Wechsel ins Home Office wirft unseren gewohnten morgendlichen Ablauf völlig aus der Bahn. Der Weg zur Arbeit mit Abstecher beim Bäcker bleibt aus, der Plausch mit den KollegInnen in der Früh fehlt und es muss kein passendes Büro Outfit für den Tag gewählt werden. Klar wirkt es erst mal verlockend bis fünf Minuten vor Arbeitsbeginn zu schlummern und dann gemütlich im Pyjama den Laptop aufzuklappen. Aber auch im Home Office ist es wichtig, vor dem Start in den Arbeitstag eine Morgenroutine zu haben, die hilft die Gedanken für den Tag zu ordnen und die Arbeit klar vom Frühstück und Kaffee zubereiten zu trennen.

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Wir hoffen wir können euch mit diesen Tipps die Arbeit im Home Office etwas erleichtern. Was hilft euch am meisten dabei Beruf und Alltag daheim zu trennen? Lasst euch von der manchmal einsamen Arbeit zu Hause nicht unterkriegen und tauscht euch mit FreundInnen und KollegInnen über euren Tag aus! Schließlich sitzen wir gerade alle im selben Boot, gemeinsam schaffen wir das!


Beitragsbild | ©  Mikey Harris on Unsplash


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