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Weibliche Vorbilder und was wir von ihnen lernen können

**Corona Statement am Ende des Artikels


von Lena Schmidlechner – Frauen aller Länder, Kulturen und Hintergründe inspirieren uns alle tagtäglich mit ihren Taten. Sie sind CEOs, Staatsoberhäupter, Künstlerinnen, Sportlerinnen, Mütter, Schwestern, Freundinnen und noch so vieles mehr. Vor allem sind sie aber eines: Vorbilder. Und da der Weltfrauentag am 8. März immer näher rückt haben wir beschlossen, euch ein paar besondere Damen, und was uns an ihnen so inspiriert, vorzustellen!


Frauen, die allen Herausforderungen trotzen – damals und heute

Das Leben verläuft für uns Menschen nicht immer gerade. Wir erleben viele Hürden, Herausforderungen und Rückschläge. Als Frauen mussten und müssen wir ein eigenes Set an Herausforderungen überwinden. Und genau das tun wir auch! In den letzten 150 Jahren hat sich viel bewegt und Frauen finden immer mehr zu ihrer Selbstbestimmtheit, lassen sich nicht mehr so viel gefallen. Trauen sich, laut zu sein.

Doch auch in der Vergangenheit fanden Frauen immer wieder Wege, sich über die Grenzen ihrer Rechte hinweg zu verwirklichen. Ein Beispiel für so eine inspirierende Dame war Amalie Auguste Melitta Bentz. Noch nie von ihr gehört? Nun, Melitta Bentz lebte Anfang des 20. Jahrhunderts und wir haben ihr etwas ganz Wichtiges zu verdanken. Sie war es nämlich, die 1908 den ersten Papier Kaffeefilter erfand. Ja, sie war eine Coffeelifestylerin! Gemeinsam mit ihrem Mann gründete sie die Firma Melitta, die bis heute ihren Namen trägt (vgl. New York Times). Diesen Erfindungsgeist kann man sich doch zum Vorbild machen!


Selbst im 21. Jahrhundert haben Frauen nicht immer die Chance, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Aber auch heute können wir uns zur Wehr setzen! Eine Inspiration im Kampf um Menschen- und Frauenrechte ist die Jugendliche Malala Yousafzai, von der ihr sicher alle schon gehört habt. Die in Pakistan geborene junge Frau begann bereits mit 11 Jahren, sich auf ihrem Blog öffentlich über das weibliche Recht auf Bildung zu äußern. Sie war erst 17, als sie 2014 den Friedensnobelpreis erhielt und somit mit Abstand die jüngste Person, der diese Ehre zuteil wurde (vgl. Wikipedia). Malala zeigt uns, dass wir als Frauen auch laut sein dürfen, dass wir das Recht haben, uns Gehör zu verschaffen und für unsere Rechte einzustehen. 

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Eine Frau, eine Person, die unzähligen jungen Mädchen dieses Jahr Hoffnung gegeben hat, ist Kamala Harris. Ihr dachtet doch nicht etwa, wir würden die erste weibliche, südostasiatische und dunkelhäutige Vizepräsidentin der USA in einem Artikel über weibliche Vorbilder auslassen? Kamala hat mit dem Wahlsieg gemeinsam mit Joe Biden mehr als eine gläserne Decke durchbrochen. Und auch in der Vergangenheit hat sie, als erster weiblicher Attorney General Kaliforniens, neue Wege geebnet (vlg. Wikipedia). Ihr am 20. Jänner 2021 bei der Vereidigung zuzuschauen, war ein besonderer und geschichtsträchtiger Moment. Ein Moment, der allen Mädchen dieser Welt gezeigt hat, was alles möglich ist.

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Zu Frauen, die Geschichte schreiben, zählt außerdem Jane Goodall. Sie ist nicht grundlos eine Legende. Die Engländerin war eine der ersten Frauen in der Primatologie (wissenschaftliche Untersuchung von Affen, Halbaffen, Menschenaffen und auch Menschen) und gilt heute als die weltweit führende Expertin des Feldes. Als sie 1957 nach Afrika ging, hatte sie noch nicht einmal studiert und begann dennoch 1960 mit ihrer Forschung zu Schimpansen und ihrem Verhalten in freier Wildbahn. Sie ist eine große Inspiration für aufstrebende Wissenschaftlerinnen. Die meisten wissenschaftlichen Forschungsgebiete sind bis heute stark von Männern dominiert. Jane zeigt uns aber, dass dieses Hindernis zu überwinden ist und hat mit ihrer Arbeit mit dazu beigetragen, dass die Primatologie heute ein Feld ist, in dem die weibliche und männliche Beteiligung ungefähr gleich viel Prozent ausmacht.

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Inspirierende Frauen sind überall

Letztlich könnten wir euch unzählige berühmte Frauen aufzählen, die in der Vergangenheit den Weg für uns alle geebnet und für die Rechte der Frau gekämpft haben. Sie alle sind Teil unsere Geschichte. Aber wir sollten nicht nur jene Frauen zelebrieren, deren Namen weltbekannt sind. Wir sollten alle hochleben lassen! Unsere Mütter, Schwestern, Omas, Cousinen, Freundinnen, Kolleginnen und so weiter. Frauen, denen wir zufällig auf der Straße begegnen.

Ein Beispiel für eine inspirierende Frau, deren Namen nicht weltbekannt ist, ist Carmen Tung vom Fenstercafé in 1010 Wien. Nach ihrer Ausbildung zur Grafikdesignerin hat sie sich entschieden, ihrer Leidenschaft für Kaffee nachzugehen und beim Fenstercafé als Barista anzufangen. Nebenbei designed sie schöne Illustrationen. Sie hat uns erzählt, dass sie vor allem ihren Alltag, Gespräche mit FreundInnen und ihre Arbeit zur Inspiration nutzt. Oft bilden sich in ihrem Kopf schon die ersten Illustrationen, während sie eine besondere Unterhaltung führt. Die versucht sie dann digital umzusetzen – mit viel Erfolg, wie wir finden!

Außerdem ist es Carmen wichtig, etwas zurückzugeben – zum Beispiel durch schöne Gesten, wie ihre Haare zu spenden, damit eine Perücke für krebskranke Kinder daraus gefertigt werden kann. Das Leben sieht sie als eine Kette von Herausforderungen, die man meist nicht vorhersehen kann. Daher lässt sie sich gerne überraschen und versucht, das Leben zu genießen und vor allem die kleinen Dinge schätzen zu lernen. Diese Art, auf das Leben zu blicken und den eigenen Träumen zu folgen, die Carmen verkörpert, finden wir sehr inspirierend!

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Wir haben alle so viele Frauen um uns herum, die uns inspirieren, besser zu sein. Bessere Menschen, bessere Arbeitskräfte, bessere Freundinnen, besser zu uns selbst. Wir müssen nur hinsehen – dann entdecken wir solche Frauen überall! Jede einzelne von ihnen hat eine eigene Geschichte und jede dieser Geschichten ist es wert, gehört zu werden. Am Weltfrauentag feiern wir sie alle. Wir lassen uns gegenseitig hochleben und geben uns das Versprechen, einander weiterhin zu unterstützen. Wie wäre es, wenn wir uns heute alle den Vorsatz setzen, zumindest einer Frau in unserem Leben zu sagen, wie sehr wir sie schätzen? Denn wenn wir nur genau hinsehen, kennen wir alle eine Kamala, eine Jane, eine Malala oder eine Carmen.


Quellen:

Melitta Bentz: https://www.nytimes.com/2018/09/05/obituaries/melitta-bentz-overlooked.html
Melissa Stockwell: https://en.wikipedia.org/wiki/Melissa_Stockwell
Malala: https://en.wikipedia.org/wiki/Malala_Yousafzai


Beitragsbild | © Coffeelifestyler


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